Sie haben sich für eine Aktivreise entschieden. Um unnötige Pannen während Ihres Aufenthaltes im Reisegebiet zu vermeiden, sollte einiges in Bezug auf die Ausrüstung in der Vorbereitungsphase berücksichtigt werden. Nicht selten ist das Wohlbefinden auch von der richtig gewählten Ausrüstung abhängig. Diese Touren finden hauptsächlich in der Wildnis statt, daher lautet hier die Goldene Regel: eine qualitativ hochwertige Ausrüstung zusammenstellen und nur so viel mitnehmen, wie viel tatsächlich nötig ist!
Damit Ihre Reise einen reibungslosen Verlauf auf der ganzen Linie hat, sind hier einige Tipps, die wir für Sie zusammengetragen haben.
Ein Tagesrucksack sollte wasserdicht und strapazierfähig sein, ebenso ein Schlafsack, der für Übernachtungen im Außencamp oder Zelt benötigt wird. Wer ein Fernglas besitzt, sollte dieses unbedingt mitnehmen, denn Sie werden auf Ihrer Strecke immer wieder die Gelegenheit bekommen, Wildtiere in der freien Wildnis zu beobachten.
Trekkingstöcke sind bei einer Bergwandertour ein Muss! Diese haben sich in den letzten Jahren gut bewährt und haben den Vorteil, dass man beim Aufstieg oder Abstieg eine bessere Balance bekommt und die Belastung schonend auf vier Glieder verteilen kann. Die Trekkingstöcke müssen zerlegbar sein oder man benutzt die sogenannten Teleskopstöcke, damit diese in Ihre Reisekoffer passen und nicht als Extragepäck aufgegeben werden müssen. Die Teleskopstöcke sind flexibler einzusetzen denn, geht es bergauf, wird der Stock etwas kürzer eingestellt, geht es den Berg runter, wird der Stock höher gestellt, aber nur minimal, nicht bis zur Achsel hoch.
Schmerzen im Hals- und Nackenbereich kommen meist durch einen schlechten Rucksack zustande. Dieser sollte leicht und stabil sein, ein gutes Lüftungs- und vor allem ein gutes Tragesystem haben. Nur wenn er einen Beckengurt hat, kann das Gewicht auf die unteren Extremitäten verlagern. Dadurch wird das Gewicht von den Schultern und vom Nacken genommen. Das verhindert auch Verspannungen im Hals- und Nackenbereich.
Übrigens: Schwere Gegenstände, wie z. B. Wasserflasche, gehören nach unten in den Rucksack, nahe an die Wirbelsäule. Packen Sie auch immer ein zweites T-Shirt ein, denn Zugluft bei verschwitztem Hemd kann zu Rückenschmerzen führen.
Bei der Auswahl der Bekleidung sollte das sogenannte Zwiebelschalenprinzip gelten. Das bedeutet: Mehrere, leichte und bequeme Schichten von Kleidung sind besser als ein schweres und dickes Kleidungsstück. Bei großen Temperaturunterschieden kann man dann die Bekleidung während der Tour dem Wetter entsprechend anpassen.
Empfehlenswert ist Funktionskleidung aus Microfasern. Diese Kleidungsstücke sind extrem leicht, warm, atmungsaktiv, elastisch und trocknen sehr schnell. Hosen und Jacken werden heute in Mehrschichtverfahren gefertigt. Zumeist sind das Materialien aus Polyester, Fleece, Polyamid und verschiedenen Membranen, die isolieren sowie regen- und winddicht sind. In Kombination mit Gore-Tex eignen sich diese Materialien am besten für die Wildnis. Wichtig ist bei Kleidung mit Gore-Tex, dass man darunter Kunstfasermaterialien trägt, keinesfalls jedoch Baumwolle oder Wolle. Zusätzlich sollte ein Regenanzug mitgenommen werden.
Eine atmungsaktive, wasserdichte Mütze mit Ohrenklappen und breiter Krempe ist ein weiteres wichtiges Kleidungsstück.
Besonders wichtig ist die Unterwäsche – am besten Funktionsunterwäsche aus Kunstfasern, die kaum Feuchtigkeit aufnimmt, sondern sie in die oberen Kleidungsstücke weiterleitet. Bei Funktionsunterwäsche sollte zwischen der Haut und dem Stoff kein Freiraum bestehen, damit der Schweiß optimal abgeleitet wird.
Gut eingelaufene Bergschuhe sind zu empfehlen, da nichts ärgerlicher ist als eine Druckstelle an den Füssen, die sich schon nach einigen Kilometern und in kürzester Zeit zu einer Blase entwickelt und Ihnen die Freude an der gesamten Bergtour vergällt! An der Stelle ist auch zu empfählen, dass die Schuhe knöchelhoch sein sollten, um eine bessere Stabilität für Ihre Füße zu gewährleisten. Außerdem sollten die Schuhe gut gedämpft sein, um Ihre Wirbelsäule und Knie zu schonen. Suchen Sie in Ruhe z. B. in einem Fachgeschäft, das sich auf Bergwandern und Ausrüstung spezialisiert hat - lassen sich ausführlich beraten und wählen dann den für Ihren Fuß passenden Schuh.
Wasserdichte Gamaschen sind eine wichtige Ergänzung bei jedem Einsatz der Schuhe, ob im Gebirge, dem Wald oder auf der Wiese.
Socken sind am zweckmäßigsten aus einem weichen Baumwolle-Kunstfaser- oder Wolle-Kunstfaser-Gemisch, sie halten die Füße trocken und warm. Empfehlenswert sind spezielle Wander-Funktionssocken: Solche Socken sind an den richtigen Stellen gepolstert bzw. dort extra verstärkt, wo Druckstellen oder Blasen entstehen können.
Weiterhin gehört zu einer guten Wanderausrüstung wetterfeste Kleidung, die jedoch natürlich auch atmungsaktiv sein sollte. Diese und viele weitere Artikel findet gerade der unerfahrene Bergwanderer in einem auf Bergwandern und Ausrüstung spezialisierten Ausrüstungsfachgeschäft. Hier kann man das passende Zubehör für das unterschiedlichste Bergwetter erwerben.
Die Regenbekleidung sollte nicht vergessen werden. Dabei ist bitte zu beachten, dass diese keine grellen Farben haben, um möglichst wenig wildlebende Tiere zu beunruhigen.
In den Rucksack gehören ein Erste-Hilfe-Set, eine Rettungsdecke oder ein Biwacksack, Trinkflasche, etwas für den kleinen Hunger sowie Ersatzwäsche.
Eine gut eingetragene, vom Gebrauch schon weiche Reithose oder stabile Freizeithose (ohne dicke Nähte an der Innenseite) darf bei dieser Reise nicht fehlen. Unter die Hose gehört Wäsche aus schweißaufsaugender Baumwolle oder speziellen, atmungsaktiven Kunstfasern. Achten Sie beim Kauf darauf, dass im Sitzbereich der Wäsche keine Nähte oder Verzierungen stören.
Bei dem Schuhwerk ist besonders darauf zu achten, dass diese für einen Gebrauch in der Wildnis geeignet sind. Am besten sind Gummistiefel, da Sie auf Ihrer Tour auch unzählige Flüsse überqueren werden. Achten Sie hierbei aber darauf, dass die Sohlen nicht zu breit sind, sonst besteht die Gefahr, dass Sie im Steigbügel hängen bleiben.
Leichte Wanderschuhe gehören ebenfalls ins Gepäck, die man in der Freizeit außerhalb der Reittour oder auch während dem Flug oder dem Autotransfer trägt.
Für den Regen empfehlen wir einen Regenanzug. Ponchos oder Regenmäntel sind nicht besonders geeignet, weil die Touren überwiegend durch bewachsene Wege führen. Verkneifen Sie sich bitte daher grell-bunte "Flattermänner" als Regenschutz. Sie machen das eigene Pferd nervös, vertreiben die anderen Pferde und verscheuchen das Wild. Gegen Wind und Kälte und bei Freizeitaktivitäten nach dem Reiten dienen Reitjacken. Bei Kälte, Sonnenschein und härteren Zügeln freuen Sie sich bestimmt über Reithandschuhe.
Wir empfehlen auch ein Sicherheitshelm, nach EN 1384 mit TÜV-Siegel, mitzunehmen. Hiermit weisen wir Sie daraufhin, dass Sie ohne Helm auf Ihr eigenes Risiko unterwegs sind.